Menthol

Menthol ist ein natürlicher Bestandteil von Pflanzen der Gattung Minze; dazu gehören beispielsweise Pfefferminze, Ackerminze und Grüne Minze. Es vermittelt einen Minzgeruch und -geschmack und hat eine charakteristische kühlende Wirkung.

Menthol | Minze | eLiquid bei e-Smoggi in Muenchen

Allgemeine Verwendung

Menthol wird für kommerzielle Zwecke auch synthetisch hergestellt und findet breite industrielle Verwendung in Lebensmitteln, Aromen, Mundhygieneprodukten, Kosmetika und pharmazeutischen Produkten. Die Tabakindustrie ist einer der Hauptabnehmer von Menthol.

Verwendung durch die Tabakindustrie

Menthol ist in der Tabakindustrie einer der am häufigsten eingesetzten Zusatzstoffe. In Tabakprodukten wird es seit den 1920er Jahren genutzt, um die Schärfe des Tabakrauchs abzumildern und Mentholzigaretten wurden als Alternative für Rauchende, wenn sie gerade erkältet sind, beworben. Menthol ist der einzige Tabakzusatzstoff, der in grossem Umfang in Markennamen von Zigaretten genannt wird ("Mentholzigaretten"). Das den Zigaretten zugesetzte Menthol verleiht dem Rauch einen unverwechselbaren (markenspezifischen) Minzgeschmack. Das Menthol wird verschiedenen Teilen der Zigarette zugefügt: Entweder direkt dem Tabak, dem Innenpapier der Verpackung, dem Filterpapier oder in jüngster Zeit auch als zerdrückbare Kapsel im Filter, um eine stärkere Wirkung zu erzielen.

Welche Mentholmenge zugefügt wird, hängt davon ab, ob eine Mentholzigarette oder eine Nicht-Mentholzigarette produziert werden soll. Mentholzigaretten enthalten Mentholmengen von bis zu 0,45 Prozent des Gesamttabakgewichts einer Zigarette; es sind aber auch Mengen von bis zu zwei Prozent bekannt. Nicht-Mentholzigaretten können Menthol in deutlich geringeren Mengen zwischen 0,01 und 0,03 Prozent des Gesamttabakgewichts enthalten.

Schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit

Menthol gilt bei der Verwendung in Lebensmitteln und Kosmetika als grundsätzlich unbedenklich. Dies bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass es auch unbedenklich ist, wenn es beim Rauchen von Zigaretten inhaliert wird. Zwar gelangt beim Verbrennen der Zigarette, Studien zufolge fast alles Menthol unverändert in den Rauch, eine geringe Menge (0,5 Prozent) verbrennt aber und kann dabei Substanzen wie Benzo(a)pyren und Benzol bilden. Diese Substanzen wurden vom Internationalen Krebsforschungszentrum (International Agency for Research on Cancer, IARC), in dem weltweit führende Experten in der Krebsforschung arbeiten, als beim Menschen krebserzeugend eingestuft.

Menthol betäubt den Rachen und macht den Rauch weicher; dies überdeckt die Schärfe des Tabakrauchs und erleichtert dadurch das Rauchen. Aufgrund des kühlenden Effekts des Menthols neigen Rauchende von Mentholzigaretten dazu, tiefer zu inhalieren. Diese Wirkungen sind - zusammen mit dem Minzgeschmack - reizvoll für junge Menschen; so zeigen Studien, dass Mentholzigaretten unter jugendlichen Rauchenden weit verbreitet sind und dass Jugendliche oftmals Mentholzigaretten als Einstiegszigarette wählen. Die Tabakhersteller wissen, dass die kühlende Wirkung des Menthols eine angenehme Raucherfahrung verschafft und fügen deswegen Menthol auch regulären Zigaretten zu und nicht nur den explizit als Mentholzigaretten deklarierten Produkten. Diese geringen Mentholmengen machen den Rauch weicher und weniger scharf, allerdings ohne einen erkennbaren Minzgeschmack. Andere Tabakzusatzstoffe mit gleicher Wirkung sind Pfefferminze, Grüne Minze, Thymian, Eukalyptusöl und Methylsalicylsäure. Insgesamt erhöhen die Tabakhersteller durch den Zusatz von Menthol die Attraktivität und den Reiz von Zigaretten.

Die sensorische Raucherfahrung von Mentholzigaretten kann einen Rauchstopp erschweren, da der angenehme Geruch und Geschmack sowie der kühlende Effekt die Gewohnheit zu rauchen unterstützen können. Tatsächlich kann die betäubende Wirkung des Menthols auf die Atemwege es Rauchenden ermöglichen, tiefer zu inhalieren um an die gewünschte Nikotinmenge zu kommen.

Zudem kann die Tatsache, dass Menthol auch in medizinischen Produkten verwendet wird, Rauchenden einen falschen Eindruck von Harmlosigkeit vermitteln. So zeigen Studien, dass Rauchende von Mentholzigaretten oftmals fälschlicherweise der Meinung sind, das Menthol würde im Vergleich zu regulären Zigaretten gesundheitliche Vorteile bieten. Dies kann sie in ihrer Gewohnheit bestärken und von einem Rauchstopp abhalten, sodass sie in größerem Ausmaß den giftigen Substanzen des Tabakrauchs ausgesetzt sind.

 

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